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...IN WILHELMSHÖHE

Helden 1; © Kulturamt der Stadt Kassel

Wir sind Helden

Wer sind eigentlich die Heldinnen und Helden heutiger Grundschulkinder? Woher kennen sie sie? Was macht einen echten Helden aus? Muss er stark, mächtig und gefährlich sein, oder couragiert, hilfsbereit und liebevoll? Dieses Bündel von Fragen stand am Anfang des Kooperationsprojektes aller 4. Klassen der  Carl-Anton-Henschel-Schule mit der Museumspädagogik der MHK. Bindeglied der Helden-Thematik war die Beschäftigung mit der Figur des Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe, war der Gedanke, dass es sich bei Herkules um einen von Menschen erdachten und geschaffenen Helden handelt. Wanderungen im Bergpark
brachten den Kindern das Ensemble aus Gartenarchitektur, Wasserkunst und Monument näher. Die Kinder zählten die Treppenstufen an den Kaskaden, lauschten dem Pan beim Flötenspiel in der Grotte, wurden mit der griechischen Sagenwelt vertraut und erkundeten die Tier- und Pflanzenwelt im Bergpark sowie verschiedene
Herkulesdarstellungen im Schloss Wilhelmshöhe. Ganz unterschiedlich waren dann die jeweiligen Einzelperspektiven auf den Herkules.

Wir sind Helden mit
1. Christiane Hehn, Ulrike Städtler, Sabine Stange, Heike Wrede
2. Margret Baller, Silvia Freyer, Frauke Textor
3. Margret Baller, Elke Hose, Ulrike Ortwein, Mareike Wieland
4. Sabine Buchholz, Uschi Petersen, Karin Thielecke, Melanie Vogel

Schulverwaltungsamt
Museumslandschaft Hessen Kassel
Kulturamt
Staatliches Schulamt
Carl-Anton-Henschel-Schule

Helden 2; © Kulturamt der Stadt Kassel

Klasse 4a: Wie der Herkules auf den Berg kam

Mit der Frage, wie der Herkules eigentlich auf den Berg kam, beschäftigte sich die Klasse 4a. Welche Transportmöglichkeiten von Stein und anderem Baumaterial stand den damaligen Handwerkern und Baumeistern zur Verfügung. Wie lange dauerte der Bau?
Ausgangspunkt war die aktuelle Baustelle zur Restaurierung der Herkules-Statue. In eigenständiger Recherche-Arbeit suchten und fanden die Kinder Lösungen für die damaligen Probleme – und formten schließlich ihren eigenen Herkules aus Ton.

Helden 3; © Kulturamt der Stadt Kassel

Klasse 4b: Heldenbilder

Wahrnehmungs- und Bewegungsübungen im Bergpark standen bei der Klasse 4b zunächst im Mittelpunkt. Die Gruppe wählte als Ort den Irrgarten nahe der Löwenburg, um  in Kleingruppen Heldengeschichten zu erarbeiten.
Deutlich wurde, dass die Heldenbilder der jungen und Mädchen durch TV- und Kinofilme geprägt sind und vielfach mit Gewalt und Macht assoziiert werden. Mit Bewegungen in Zeitlupe oder als Standbild imitierten die Schüler Habitus oder Bewegungsform ihrer Leinwandhelden oder ahmten Räuber- und Gendarm- , manchmal auch Ballerspiele nach. Sie entdeckten aber auch Möglichkeiten zur positiven Identifikation mit Helden des Alltags, sei es der Vater, der große Bruder – oder auch die Notärztin im Nachtdienst.

; © Kulturamt der Stadt Kassel

Klasse 4c: Der eigene Herkules

Aus großen Kartons bauten die Kinder der 4c gemeinsam mit einer Künstlerin ihren eigenen Herkules, ihr eigenes Idol. Zuvor erforschten sie seine Körperhaltung, indem sie eigene Heldenposen fanden und diese als Schatten-Standbilder darstellten. Aus verschiedensten Pappkartons geschichtet, geklebt und mit Holzlatten verstärkt, reichte der Klassenheld schließlich bis unter die Decke des Klassenzimmers. Weiß grundiert verwandelte sich der neue Herkules mit Hilfe zweier Overheadprojektoren in eine schillernde Projektionsfläche für heldenhafte Wörter und aus farbigen Folien ausgeschnittene Heldenmonster und kleine Geschichten.

Helden 7; © Kulturamt der Stadt Kassel

Klasse 4d: Helden heute

Die Klasse 4d spürte – ebenfalls zusammen mit einer Künstlerin – ausführlich ihren heutigen Helden nach und unternahm den Versuch, all die unterschiedlichen heldenhaften Eigenschaften in einem Heldenturm zu vereinen. Die Botschaft: Keiner ist groß und bedeutend für sich allein, sondern auf jeden einzelnen kommt es an, um etwas Großes zu vollbringen! Später bemalte jeder Schüler, jede Schülerin einen Karton großflächig mit einem Heldengesicht, bis die Kinder die Einzelkisten zu einem raumhohen Heldenturm aus Pappe zusammenfügten, der alle Heldeneigenschaften in sich vereint.
So bleibt zwar der individuelle Beitrag sichtbar, aber erst das Zusammenwirken aller ermöglicht eine derart große Skulptur. Mit einer großen Vernissage im Klassenraum zusammen mit der 4c, zu der Eltern und Geschwister zahlreich erschienen, endete das Wochenprojekt.

 

Helden 8; © Kulturamt der Stadt Kassel
Was für ein Held!

Veröffentlicht am:   11. 05. 2012