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NATURKUNDEMUSEUM

Reh; © Stadt Kassel, Kulturamt; Foto: Blofield Reh: Brüllt!

Tiere, die es in Nordhessen gibt, oder hier einmal gelebt haben und jetzt ausgestorben sind - das Kasseler Naturkundemuseum weiß jung und alt zu begeistern. Dabei könnt ihr Landschaften sehen, die früher – vor bis zu 300 Millionen Jahren – Nordhessen prägten: Wüsten, Urwälder, Meere und Eiszeitlandschaften. Die ehemaligen Bewohner wie Riesensalamander, Haifische, Schwimmsaurier und Dinosaurier oder ein riesiges Mammut sind natürlich in Lebensgröße dabei!

Große, sogenannte Lebensrauminszenierungen zeigen die heimische Tierwelt heute: Hirsche, Rehe und Dachse im Wald oder Fischreiher, Eisvögel und Aale an und in der Fuldaaue. Da Teile der Sammlung 450 Jahre sind, wagen die Ausstellungsmacher auch einen Blick in die Geschichte: So ist beherbergt das Naturkundemuseum nicht nur das älteste Herbarium Deutschlands, sondern auch die berühmte Schildbachsche Holzbibliothek, wo man sich auf einer richtigen Duftorgel ein paar duftende Noten vorspielen kann.

Die Kinderecke lädt zum Ausruhen ein und hält gute Naturbücher bereit. Oder die Kinder malen, was ihnen am besten gefallen hat. Das Naturkundemuseum zeigt ständig wechselnde Sonderausstellungen: Es gibt also ständig etwas Neues.

Naturkunfde_Dino-außen; © Andreas Gebhardt Dino vor dem Ottoneum.

Die Welt der Saurier - von den Anfängen bis heute
Sonderausstellung vom 18. November 2017 bis 1. Mai 2018

300 Millionen Jahre gibt es sie schon auf der Erde - die Saurier. Über die Hälfte dieser Zeit beherrschten sie mit zum Teil riesigen Flug-, Fisch- und Dinosauriern die Luft, die Meere und das Land. Doch die Saurierwelt ist viel älter und bunter. Sie hat noch mehr zu bieten als diese Giganten.

Diese Ausstellung beleuchtet die Anfänge der Saurier, aber auch die langsame Abspaltung der säugetierähnlichen Reptilien. Diese waren für wenige Millionen Jahre den echten Sauriern weit überlegen bis ein Massenaussterben die Dinosaurier auf die Gewinnerstraße brachte.

Riesige Rekonstruktionen von Fischsauriern, Dinosauriern und Flugsauriern vermitteln in raumfüllenden Lebensraumrekonstruktionen ein lebendiges Bild vergangener Zeiten. Natürlich werden auch die überlebenden Saurierarten, wie Echsen und Krokodile präsentiert. Eine kolossale Meeresschildkröte "fliegt" durch eine Unterwasserszene und die Vögel, als überlebende Dinosaurier, zeigen ihre Vielfalt und ihre Flugkünste.

Ausgestellte Originalpräparate und Fossilabgüsse geben Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse aber auch in deren historische Entwicklung. Moderne Untersuchungsmethoden geben Hinweise auf Verhalten, Ernährung und Verdauung sowie Brutpflege und Wachstum der ausgestorbenen Saurier. Trotz mehrerer Massenaussterben und dem Verlust der meisten Verwandten sind die Saurier auch heute noch viel artenreicher als die Säugetiere und in fast allen Klimazonen vertreten. In der Körpergröße erreichen sie jedoch nicht mehr annähernd die Ausmaße ihrer gigantischen Vorfahren.

Führungen
Eine Vielzahl altersgerechter Führungen für Kindertagesstätten bis Oberstufenkurse sowie für Erwachsene wird zu dieser Sonderausstellung angeboten (jeweils 60 Minuten, 30 € zuzüglich Eintritt).

Anmeldungen zu Führungen und Veranstaltungen
Tel. 0561.787-4066, Di bis Fr 10.30-16.30 Uhr

Naturkunde_Haar1; © Foto: Naturkundemuseum/Manz

Naturkunde_Haar2; © Foto: Naturkundemuseum/Manz

Haare & Federn im Reich der Saurier
Sonderausstellung bis 31. Dezember 2017

Zwei riesige, lebensecht rekonstruierte Saurier lauern in der kleinen aber feinen neuen Sonderausstellung "Haar & Feder". Unwillkürlich fragt man sich: "Was haben die mit dem Thema zu tun, haben denn nicht alle Saurier Schuppen?" Weit gefehlt, denn vor allem in den letzten Jahren ist die Forschung in diesem Bereich durch viele Fossilfunde weit fortgeschritten. Als sicher gilt, dass die Dinosaurier um T-Rex & Co recht oft ein Federkleid besaßen. Ganz so wie unsere heutigen Vögel, die als die nächsten lebenden Verwandten der Dinosaurier gelten.

Die Ein-Raum-Sonderschau präsentiert auf 60 Quadratmetern aktuellste Forschungsergebnisse zum Ursprung der Federn und zur Entwicklung von Haaren. Anhand von großen Saurierrekonstruktionen und vielen Präparaten geht die Ausstellung auch der Frage auf den Grund, wie aus einem gefährlichen Raptor ein friedliches Huhn werden konnte.

Besonders anschaulich wird die Schau durch die Verwendung "heimischer" Arten, wie Liliensternus und Dicynodon, die vor vielen Millionen Jahren in unserer Region lebten und den evolutionären Ursprung von Vögeln und Säugetieren darstellen.
 

Institution: Naturkundemuseum
Telefon: 0561 / 787-4066
E-Mail: naturkundemuseum@stadt-kassel.de
Telefon: 0561 / 787-4066
Anschrift: Steinweg 2
34117 Kassel
ÖPNV: Fahrplanauskunft
Stadtplan: Lage im Stadtplan

Öffnungszeiten

Dienstag: 10 - 17 Uhr
Mittwoch: 10 - 20 Uhr
Donnerstag: 10 - 17 Uhr
Freitag: 10 - 17 Uhr
Samstag: 10 - 17 Uhr
Sonntag: 10 - 18 Uhr
Veröffentlicht am:   19. 11. 2017